AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: August 2026


§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für sämtliche Verträge, die über den Online-Shop unter zunial.com (nachfolgend „Online-Shop") zwischen

Zunial Quang Minh Nguyen Tegeler Weg 22 10589 Berlin Deutschland E-Mail: support@zunial.com Tel.: 015560005658

(nachfolgend „Verkäufer")

und dem Kunden (nachfolgend „Käufer") geschlossen werden.

(2) Maßgeblich ist die zum Zeitpunkt der Bestellung gültige Fassung dieser AGB.

(3) Es gelten ausschließlich diese AGB. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Käufers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Verkäufer ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat. Dieses Erfordernis gilt auch dann, wenn der Verkäufer in Kenntnis abweichender Bedingungen des Käufers die Leistung vorbehaltlos erbringt.

(4) Diese AGB gelten für Verbraucher im Sinne des § 13 BGB und für Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Soweit einzelne Bestimmungen nur für Verbraucher oder nur für Unternehmer gelten, ist dies jeweils ausdrücklich kenntlich gemacht.


§ 2 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der Produkte im Online-Shop stellt kein rechtlich bindendes Angebot des Verkäufers dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Käufer, ein Kaufangebot abzugeben (invitatio ad offerendum). Sämtliche Produktangaben dienen lediglich der Beschreibung und sind nicht als Garantie oder Zusicherung bestimmter Eigenschaften zu verstehen, sofern sie nicht ausdrücklich als solche gekennzeichnet sind.

(2) Durch das Absenden einer Bestellung über den Online-Shop gibt der Käufer ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Kaufvertrags ab. Der Käufer ist an sein Angebot für die Dauer von fünf (5) Werktagen ab Zugang beim Verkäufer gebunden.

(3) Der Verkäufer bestätigt den Zugang der Bestellung unverzüglich durch eine automatische Eingangsbestätigung per E-Mail (Bestellbestätigung). Diese Eingangsbestätigung stellt keine Annahme des Angebots dar, sondern dient lediglich der Information, dass die Bestellung beim Verkäufer eingegangen ist.

(4) Der Kaufvertrag kommt zustande, sobald der Verkäufer das Angebot des Käufers annimmt. Der Zeitpunkt der Annahme richtet sich nach der vom Käufer gewählten Zahlungsart:

  • Bei Sofortzahlungsarten (z. B. PayPal, Kreditkarte, Apple Pay, Google Pay, Klarna Sofortkauf oder vergleichbare Zahlungsdienste): Der Kaufvertrag kommt mit dem erfolgreichen Abschluss des Zahlungsvorgangs zustande. In der Einleitung des Zahlungseinzugs durch den Verkäufer liegt die Annahme des Angebots des Käufers.
  • Bei Zahlung per Vorkasse (Banküberweisung): Der Kaufvertrag kommt durch die Zusendung einer ausdrücklichen Auftragsbestätigung per E-Mail oder durch die Übergabe der Ware an den Versanddienstleister (Versandbestätigung) zustande.
  • Bei Kauf auf Rechnung oder Ratenzahlung (soweit angeboten): Der Kaufvertrag kommt mit der Zusendung der Auftragsbestätigung per E-Mail oder mit der Übergabe der Ware an den Versanddienstleister zustande.

(5) Anfechtung bei Preisfehlern: Beruht ein im Online-Shop angegebener Preis auf einem offensichtlichen Eingabe-, Programmier- oder Druckfehler, der für einen verständigen Käufer erkennbar war, ist der Verkäufer berechtigt, den Kaufvertrag wegen Irrtums anzufechten (§ 119 Abs. 1 BGB). Die Anfechtung wird unverzüglich nach Kenntnisnahme des Fehlers erklärt. Bereits geleistete Zahlungen werden in diesem Fall unverzüglich, spätestens innerhalb von 14 Tagen, vollständig und unter Verwendung desselben Zahlungsmittels an den Käufer zurückerstattet.

(6) Selbstbelieferungsvorbehalt: Der Verkäufer behält sich vor, vom Vertrag zurückzutreten, sofern er bei seinem Zulieferer eine deckungsgleiche Bestellung aufgegeben hat (kongruentes Deckungsgeschäft) und trotz ordnungsgemäßer Bestellung nicht oder nicht rechtzeitig beliefert wird, ohne dass der Verkäufer dies zu vertreten hat. In diesem Fall wird der Verkäufer den Käufer unverzüglich über die Nichtverfügbarkeit informieren und bereits geleistete Zahlungen unverzüglich, spätestens innerhalb von 14 Tagen, vollständig und unter Verwendung desselben Zahlungsmittels zurückerstatten. Weitergehende Ansprüche des Käufers wegen Nichtverfügbarkeit richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen.

(7) Der Verkäufer ist ferner berechtigt, eine Bestellung abzulehnen oder — sofern der Vertrag bereits zustande gekommen ist — von diesem zurückzutreten, wenn:

  • der Käufer fehlerhafte oder unvollständige Bestell- oder Zahlungsdaten angegeben hat,
  • ein begründeter Verdacht auf missbräuchliche Bestellungen oder gewerblichen Wiederverkauf besteht (vgl. § 8).

Bereits geleistete Zahlungen werden in diesen Fällen unverzüglich, spätestens innerhalb von 14 Tagen, vollständig und unter Verwendung desselben Zahlungsmittels an den Käufer zurückerstattet.


§ 3 Preise, Versandkosten, Steuern und Zölle

(1) Alle im Online-Shop angegebenen Preise sind Endpreise und verstehen sich inklusive der gesetzlichen deutschen Umsatzsteuer (MwSt.) gemäß § 1 Abs. 1 PAngV. Die Preise enthalten keine Versandkosten; diese werden gesondert und deutlich erkennbar vor Abschluss der Bestellung ausgewiesen.

(2) Es gelten die Preise zum Zeitpunkt der Bestellung. Preisänderungen nach Vertragsschluss sind ausgeschlossen.

(3) Lieferungen innerhalb Deutschlands und der Europäischen Union: Die angegebenen Endpreise umfassen sämtliche Steuern und Abgaben. Weitere Kosten fallen für den Käufer nicht an, soweit sie nicht als Versandkosten ausgewiesen sind.

(4) Lieferungen in Länder außerhalb der Europäischen Union: Bei Lieferungen in Drittländer können im Einzelfall weitere Kosten anfallen, die der Verkäufer nicht zu vertreten hat und auf deren Höhe der Verkäufer keinen Einfluss hat. Hierzu zählen insbesondere:

  • Einfuhrzölle und Einfuhrumsatzsteuern im Bestimmungsland,
  • Gebühren der Zollabfertigung oder Zollverwahrung,
  • sonstige öffentliche Abgaben, Steuern oder Gebühren des Bestimmungslandes.

Diese Kosten sind vom Käufer zu tragen. Der Käufer wird gebeten, sich vor der Bestellung bei der zuständigen Zollbehörde seines Landes über die geltenden Einfuhrbestimmungen zu informieren.

(5) Sofern bei internationalen Sendungen ein vom Verkäufer nicht zu vertretender Nachnahme- oder Zollnacherhebungsbetrag anfällt, geht dieser zu Lasten des Käufers.


§ 4 Zahlungsbedingungen

(1) Dem Käufer stehen die im Bestellvorgang angegebenen Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Etwaige Einschränkungen einzelner Zahlungsarten werden spätestens im Bestellvorgang mitgeteilt.

(2) Die Zahlung des Kaufpreises ist mit Vertragsschluss sofort fällig, sofern kein späterer Zahlungstermin vereinbart ist.

(3) Ist Vorauskasse vereinbart, ist die Zahlung sofort nach Vertragsschluss fällig. Die Lieferung erfolgt erst nach vollständigem Zahlungseingang.

(4) Kommt der Käufer in Zahlungsverzug, ist der Verkäufer berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu verlangen: bei Verbrauchern in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz, bei Unternehmern in Höhe von neun Prozentpunkten über dem Basiszinssatz (§ 288 BGB). Die Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens bleibt vorbehalten.

(5) Dem Käufer steht das Recht zur Aufrechnung nur zu, wenn seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt, unbestritten oder vom Verkäufer anerkannt sind. Gleiches gilt für die Ausübung eines Zurückbehaltungsrechts, das der Käufer nur geltend machen kann, soweit es auf Gegenansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis beruht. Die gesetzlichen Rechte des Käufers im Falle von Mängeln (insbesondere § 437 Nr. 2 BGB) bleiben unberührt.


§ 5 Kundenkonto

(1) Soweit der Online-Shop die Möglichkeit zur Einrichtung eines Kundenkontos bietet, ist der Käufer verpflichtet, seine Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff unbefugter Dritter zu schützen.

(2) Alle Handlungen, die unter den Zugangsdaten des Käufers vorgenommen werden, gelten als vom Käufer veranlasst, es sei denn, der Käufer hat den Verkäufer zuvor über den Missbrauch seiner Zugangsdaten informiert. Die Mitteilung hat unverzüglich nach Kenntnisnahme zu erfolgen.

(3) Der Käufer ist verpflichtet, seine gespeicherten Daten (insbesondere Rechnungs- und Lieferadresse) aktuell zu halten.

(4) Der Verkäufer ist berechtigt, Kundenkonten zu sperren oder zu löschen, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass das Konto missbräuchlich genutzt wird oder gegen diese AGB verstoßen wurde.


§ 6 Lieferung, Lieferzeiten und Versand

(1) Die voraussichtlichen Lieferzeiten sind auf der jeweiligen Produktseite angegeben. Sie beginnen — sofern nicht anders angegeben — bei Vorkasse ab dem Zeitpunkt des vollständigen Zahlungseingangs, bei allen anderen Zahlungsarten ab dem Tag nach Vertragsschluss. Fällt das Ende der Lieferfrist auf einen Samstag, Sonntag oder einen am Lieferort staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag, tritt an die Stelle eines solchen Tages der nächste Werktag.

(2) Die angegebenen Lieferzeiten sind voraussichtliche Lieferzeiten und keine garantierten Liefertermine, sofern nicht ausnahmsweise ein fester Liefertermin ausdrücklich und in Textform zugesagt wurde.

(3) Der Versand erfolgt an die vom Käufer im Bestellvorgang angegebene Lieferadresse. Soweit nicht anders vereinbart, erfolgt die Auswahl des Versanddienstleisters und des Versandwegs nach pflichtgemäßem Ermessen des Verkäufers.

(4) Teillieferungen sind zulässig, soweit dies dem Käufer zumutbar ist und ihm hierdurch keine zusätzlichen Versandkosten entstehen, es sei denn, der Käufer hat der Teillieferung und etwaigen Mehrkosten zuvor zugestimmt.

(5) Die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware geht bei Verbrauchern mit Übergabe der Ware an den Käufer über. Gegenüber Unternehmern geht die Gefahr bereits mit Übergabe an den Versanddienstleister auf den Käufer über (§ 447 BGB).

(6) Sollte die Zustellung wegen einer vom Käufer zu vertretenden Ursache (z. B. falsche oder unvollständige Lieferadresse, Nichtabholung bei der Poststelle oder am Paketshop trotz Benachrichtigung, Annahmeverweigerung) scheitern, trägt der Käufer die Kosten für den erneuten Versand sowie etwaige Lagerkosten.

(7) Der Verkäufer ist bei Lieferverzögerungen berechtigt, den Käufer frühzeitig zu informieren und eine angemessene, neue voraussichtliche Lieferfrist mitzuteilen. Gesetzliche Rücktrittsrechte des Käufers nach fruchtloser Nachfristsetzung (§ 323 BGB) bleiben davon unberührt.


§ 7 Höhere Gewalt und außergewöhnliche Umstände

(1) Der Verkäufer haftet nicht für Leistungsverzögerungen oder Nichterfüllung, soweit diese auf Umständen beruhen, die der Verkäufer nicht zu vertreten hat und die außerhalb seines Einflussbereichs liegen (höhere Gewalt).

(2) Höhere Gewalt umfasst insbesondere, aber nicht abschließend:

  • Naturkatastrophen, Epidemien, Pandemien,
  • behördliche Anordnungen, Embargos, Sanktionen, Einfuhr- und Ausfuhrbeschränkungen,
  • Kriege, Terrorakte, Aufstände, Bürgerunruhen,
  • Streiks, Aussperrungen (auch bei Drittunternehmen und Zulieferern),
  • Unterbrechungen der internationalen Transportwege, Sperrungen von Schifffahrtsrouten, Hafenschließungen,
  • Verzögerungen bei der Zollabfertigung, die der Verkäufer nicht beeinflussen kann,
  • erhebliche Betriebsstörungen beim Verkäufer oder seinen Zulieferern, die nicht auf einer Pflichtverletzung des Verkäufers beruhen,
  • Ausfall wesentlicher IT-Infrastruktur (z. B. Cyberangriffe, Serverausfälle bei Drittanbietern),
  • Energieversorgungskrisen, Rohstoffknappheit.

(3) Für die Dauer der höheren Gewalt und einer angemessenen Anlaufzeit danach ist der Verkäufer von seiner Leistungspflicht befreit. Der Verkäufer wird den Käufer unverzüglich über den Eintritt und die voraussichtliche Dauer der Störung informieren.

(4) Dauert die Leistungsstörung infolge höherer Gewalt länger als 60 Tage, sind beide Vertragsparteien berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten. Bereits geleistete Zahlungen werden in diesem Fall unverzüglich, spätestens innerhalb von 14 Tagen nach Rücktrittserklärung, vollständig und unter Verwendung desselben Zahlungsmittels zurückerstattet.

(5) Gesetzliche Rücktrittsrechte des Käufers, insbesondere nach fruchtloser Nachfristsetzung gemäß § 323 BGB, bleiben von den Regelungen dieses Paragraphen unberührt.


§ 8 Bestellmengen und Wiederverkaufsvorbehalt

(1) Der Verkäufer bietet seine Produkte ausschließlich in haushaltsüblichen Mengen zum Endkundenverkauf an.

(2) Der Verkäufer behält sich vor, Bestellmengen auf haushaltsübliche Stückzahlen zu begrenzen. Bestellungen, die eine haushaltsübliche Menge offensichtlich überschreiten, kann der Verkäufer ganz oder teilweise ablehnen. Der Verkäufer wird den Käufer in diesem Fall unverzüglich informieren und bereits geleistete Zahlungen für den abgelehnten Teil zurückerstatten.

(3) Dies gilt insbesondere, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Bestellung ganz oder überwiegend zum Zwecke des gewerblichen Weiterverkaufs erfolgt.


§ 9 Produktdarstellungen und unwesentliche Abweichungen

(1) Die im Online-Shop dargestellten Produktabbildungen (Fotos, Grafiken, Videos) dienen der Veranschaulichung und können das Produkt in Farbe, Größe, Oberflächenbeschaffenheit oder Verpackung geringfügig abweichend darstellen. Maßgeblich für die Beschaffenheit der Ware ist die jeweilige Produktbeschreibung in Textform.

(2) Branchenübliche, geringfügige und zumutbare Abweichungen in Farbe, Maß, Gewicht, Design oder Verpackung stellen keinen Sachmangel dar, soweit die Gebrauchstauglichkeit und die wesentlichen Produkteigenschaften nicht beeinträchtigt werden. Dies gilt insbesondere für:

  • technisch oder herstellungsbedingte Farbabweichungen,
  • geringfügige Abweichungen in Maßen und Gewicht innerhalb handelsüblicher Toleranzen,
  • Änderungen der Verpackungsgestaltung durch den Hersteller.

(3) Diese Regelung schränkt die gesetzlichen Mängelgewährleistungsrechte des Käufers nicht ein.


§ 10 Eigentumsvorbehalt

(1) Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung aller Forderungen aus dem Kaufvertrag Eigentum des Verkäufers.

(2) Der Käufer ist verpflichtet, die Ware während der Dauer des Eigentumsvorbehalts pfleglich zu behandeln. Insbesondere ist er verpflichtet, die Ware auf eigene Kosten gegen Diebstahl, Feuer- und Wasserschäden ausreichend zum Neuwert zu versichern, soweit dies wirtschaftlich zumutbar ist.

(3) Gegenüber Unternehmern gilt ergänzend: Bei vertragswidrigem Verhalten des Käufers — insbesondere bei Zahlungsverzug — ist der Verkäufer berechtigt, die Kaufsache heraus zu verlangen. In der Herausgabe liegt kein Rücktritt vom Vertrag, es sei denn, der Verkäufer erklärt dies ausdrücklich.


§ 11 Widerrufsrecht

(1) Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die Einzelheiten des Widerrufsrechts, insbesondere die Bedingungen, Fristen und das Verfahren für die Ausübung des Widerrufsrechts sowie das Muster-Widerrufsformular, ergeben sich aus der separaten Widerrufsbelehrung und Rückgaberichtlinie des Verkäufers, die dem Käufer vor Vertragsschluss in Textform zur Verfügung gestellt wird und jederzeit unter https://zunial.com/policies/refund-policy abrufbar ist.

(2) Das Widerrufsrecht besteht nicht bei den in § 312g Abs. 2 BGB genannten Ausnahmen. Hierzu zählen unter anderem:

  • Waren, die nach Kundenspezifikation angefertigt oder eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind (§ 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB),
  • versiegelte Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind, wenn ihre Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde (§ 312g Abs. 2 Nr. 3 BGB),
  • Waren, die nach der Lieferung aufgrund ihrer Beschaffenheit untrennbar mit anderen Gütern vermischt wurden (§ 312g Abs. 2 Nr. 4 BGB),
  • versiegelte Audio- oder Videoaufzeichnungen oder versiegelte Computersoftware, wenn die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde (§ 312g Abs. 2 Nr. 6 BGB),
  • Waren, die schnell verderben können oder deren Verfallsdatum schnell überschritten werden kann (§ 312g Abs. 2 Nr. 2 BGB).

(3) Der Verkäufer wird auf der jeweiligen Produktseite und spätestens im Bestellvorgang ausdrücklich und deutlich darauf hinweisen, wenn das Widerrufsrecht für ein bestimmtes Produkt ausgeschlossen oder eingeschränkt ist.

(4) Unternehmer im Sinne des § 14 BGB haben kein Widerrufsrecht.


§ 12 Gewährleistung und Mängelansprüche

(1) Es gelten die gesetzlichen Mängelgewährleistungsrechte gemäß §§ 434 ff. BGB.

(2) Gewährleistungsfristen:

  • Bei neuen Waren beträgt die Gewährleistungsfrist gegenüber Verbrauchern zwei Jahre ab Übergabe der Ware (§ 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB).
  • Bei gebrauchten Waren beträgt die Gewährleistungsfrist gegenüber Verbrauchern — sofern beim Kauf ausdrücklich und deutlich auf den gebrauchten Zustand hingewiesen wurde — ein Jahr ab Übergabe (§ 476 Abs. 2 BGB).
  • Gegenüber Unternehmern beträgt die Gewährleistungsfrist ein Jahr ab Übergabe.

(3) Mängelanzeige und Nacherfüllung: Im Falle eines Mangels hat der Verkäufer zunächst das Recht zur Nacherfüllung (§ 439 BGB). Die Nacherfüllung erfolgt nach Wahl des Käufers durch Nachbesserung (Reparatur) oder Ersatzlieferung. Der Verkäufer kann die vom Käufer gewählte Art der Nacherfüllung verweigern, wenn sie nur mit unverhältnismäßigen Kosten möglich ist und die andere Art der Nacherfüllung ohne erhebliche Nachteile für den Käufer möglich ist (§ 439 Abs. 4 BGB).

(4) Zur effizienten und schnellen Bearbeitung von Mängelansprüchen wird der Käufer gebeten, sich vor einer Rücksendung an den Kundenservice des Verkäufers zu wenden:

E-Mail: support@zunial.com

Zur Beschleunigung der Bearbeitung wird der Käufer gebeten, dem Verkäufer eine Beschreibung des Mangels sowie — soweit möglich und zumutbar — Fotos oder Screenshots des beanstandeten Mangels zukommen zu lassen. Dies ermöglicht eine schnellere Erstbewertung und gegebenenfalls eine sofortige Ersatzlieferung, ohne dass der Käufer die Ware zunächst zurücksenden muss.

Klarstellung: Die vorherige Kontaktaufnahme und die Zusendung von Fotos sind keine Voraussetzung für die Geltendmachung gesetzlicher Gewährleistungsrechte, sondern eine unverbindliche Bitte zur Verfahrensbeschleunigung im Interesse beider Parteien.

(5) Schlägt die Nacherfüllung fehl (insbesondere nach dem erfolglosen zweiten Versuch), ist diese für den Käufer unzumutbar, verweigert der Verkäufer die Nacherfüllung endgültig oder setzt er die Nacherfüllung nicht innerhalb einer angemessenen Frist um, stehen dem Käufer die weitergehenden gesetzlichen Rechte zu (Minderung des Kaufpreises, Rücktritt vom Vertrag, Schadensersatz).

(6) Kein Mangel: Natürlicher Verschleiß, Schäden durch unsachgemäße Handhabung, Nichtbeachtung der Bedienungsanleitung oder Pflegehinweise, übermäßige Beanspruchung, ungeeignete Betriebsmittel, unsachgemäße Installation oder Montage durch den Käufer oder Dritte, ungeeigneter Untergrund oder Aufstellort, chemische, elektrochemische oder elektrische Einflüsse stellen keinen Sachmangel dar — sofern sie nicht vom Verkäufer zu vertreten sind.

(7) Herstellergarantien: Sofern für bestimmte Produkte eine Garantie des Herstellers besteht, handelt es sich um eine freiwillige Leistung des jeweiligen Herstellers. Die Einzelheiten ergeben sich aus den Garantiebedingungen des Herstellers. Die gesetzlichen Mängelgewährleistungsrechte des Käufers gegenüber dem Verkäufer werden durch eine Herstellergarantie weder eingeschränkt noch erweitert.

(8) Ergänzend für Unternehmer: Der Käufer, der Unternehmer ist, hat die Ware unverzüglich nach Ablieferung zu untersuchen und erkennbare Mängel unverzüglich, spätestens innerhalb von sieben (7) Werktagen nach Ablieferung, in Textform anzuzeigen. Verborgene Mängel sind unverzüglich nach Entdeckung anzuzeigen. Wird die rechtzeitige Anzeige unterlassen, gilt die Ware als genehmigt (§ 377 HGB).


§ 13 Haftungsbeschränkung

(1) Der Verkäufer haftet uneingeschränkt:

  • bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,
  • für die Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit,
  • nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes (ProdHaftG),
  • im Rahmen einer vom Verkäufer ausdrücklich übernommenen Garantie,
  • nach sonstigen zwingenden gesetzlichen Haftungsvorschriften.

(2) Bei der fahrlässigen Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sog. Kardinalpflichten — Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Käufer regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung des Verkäufers bei leichter Fahrlässigkeit der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden.

(3) Im Übrigen ist die Haftung des Verkäufers für Schäden aufgrund leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn und Datenverluste, soweit diese nicht unter Abs. 1 oder Abs. 2 fallen.

(4) Die vorstehende Haftungsbeschränkung gilt auch für die persönliche Haftung der gesetzlichen Vertreter, Angestellten, Mitarbeiter, Beauftragten und Erfüllungsgehilfen des Verkäufers.

(5) Eine Änderung der Beweislast zum Nachteil des Käufers ist mit den vorstehenden Regelungen nicht verbunden.


§ 14 Gutscheine und Rabattaktionen

(1) Aktionsgutscheine (Gutscheine, die im Rahmen von Werbeaktionen unentgeltlich ausgegeben und nicht vom Käufer käuflich erworben werden) gelten, sofern sich aus dem Gutschein nichts anderes ergibt, unter folgenden Bedingungen:

  • Sie gelten nur für den im Gutschein angegebenen Zeitraum.
  • Sie können nur einmal pro Bestellung und pro Haushalt eingelöst werden.
  • Sie sind nicht mit anderen Aktionsgutscheinen kombinierbar, es sei denn, der Verkäufer gestattet dies ausdrücklich.
  • Sie sind nicht auf Dritte übertragbar.
  • Pro Bestellung kann nur ein Aktionsgutschein eingelöst werden.

(2) Aktionsgutscheine sind nicht bar auszahlbar und werden nicht verzinst.

(3) Wird eine Bestellung, für die ein Aktionsgutschein eingelöst wurde, ganz oder teilweise widerrufen oder retourniert, und unterschreitet der verbleibende Bestellwert den Mindestbestellwert des Gutscheins oder entfällt die Bestellung vollständig, so verfällt der durch den Gutschein gewährte Vorteil für die retournierten Positionen. Der Verkäufer ist berechtigt, den anteiligen Gutscheinwert für retournierte Waren vom Erstattungsbetrag einzubehalten.

(4) Der Gutschein wird vor Absendung der Bestellung im Bestellvorgang eingegeben. Eine nachträgliche Verrechnung ist ausgeschlossen.

(5) Ein Mindestbestellwert kann für einzelne Aktionsgutscheine festgelegt werden und wird auf dem jeweiligen Gutschein ausgewiesen.

(6) Wertgutscheine (vom Käufer käuflich erworbene Gutscheine) sind im Rahmen der gesetzlichen Verjährungsfristen (§ 195 BGB: drei Jahre) einlösbar. Wertgutscheine sind auf Verlangen bar auszahlbar (Restguthaben). Wertgutscheine sind übertragbar.


§ 15 Urheberrecht und geistiges Eigentum

(1) Sämtliche Inhalte des Online-Shops — insbesondere Texte, Produktbeschreibungen, Fotografien, Grafiken, Logos, Videos, Layouts und Datenbanken — sind urheberrechtlich geschützt und stehen im Eigentum des Verkäufers oder seiner Lizenzgeber.

(2) Jede Vervielfältigung, Verbreitung, Bearbeitung, Übersetzung, Einspeisung in elektronische Systeme oder sonstige Verwertung — auch auszugsweise — bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Verkäufers. Dies gilt insbesondere für die Übernahme von Produktfotos und -beschreibungen für eigene Verkaufsangebote auf Drittplattformen.

(3) Die Verwendung von Inhalten des Online-Shops im Rahmen der gesetzlich zulässigen Fälle (z. B. Zitat gemäß § 51 UrhG) bleibt unberührt.


§ 16 Vertragssprache, Vertragstextspeicherung und Berichtigungsmöglichkeiten

(1) Die Vertragssprache ist Deutsch.

(2) Der Vertragstext wird vom Verkäufer nicht gespeichert und ist nach Abschluss der Bestellung nicht mehr über den Online-Shop abrufbar. Der Käufer kann den Vertragstext (Bestelldaten, AGB, Widerrufsbelehrung) jedoch unmittelbar nach Absenden der Bestellung über die Druckfunktion seines Browsers sichern. Die Bestellbestätigung wird dem Käufer per E-Mail zugesandt; dem Käufer wird empfohlen, diese E-Mail aufzubewahren.

(3) Vor dem Absenden der Bestellung kann der Käufer seine Eingaben über die üblichen Tastatur- und Mausfunktionen berichtigen. Die einzelnen technischen Schritte bis zum Vertragsschluss werden dem Käufer im Bestellvorgang angezeigt.


§ 17 Datenschutz

Informationen zur Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten finden sich in der Datenschutzerklärung des Verkäufers, die unter https://zunial.com/policies/privacy-policy jederzeit abrufbar ist.


§ 18 Streitbeilegung

(1) Der Verkäufer ist gemäß § 36 Abs. 1 Nr. 1 VSBG verpflichtet, Verbraucher darüber zu informieren, dass er weder bereit noch verpflichtet ist, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.


§ 19 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Bei Verbrauchern, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union haben, gilt die Rechtswahl gemäß Abs. 1 nur insoweit, als nicht zwingende verbraucherschützende Bestimmungen des Aufenthaltsstaates des Verbrauchers einen weitergehenden Schutz gewähren (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-Verordnung). Diese Regelung lässt die Rechte des Verbrauchers nach der Rom-I-Verordnung unberührt.

(3) Gerichtsstand für Unternehmer: Ist der Käufer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag Berlin. Der Verkäufer ist berechtigt, den Käufer auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.

(4) Gerichtsstand für Verbraucher: Bei Verbrauchern gilt der gesetzliche Gerichtsstand.


§ 20 Änderungen der AGB

(1) Der Verkäufer behält sich vor, diese AGB jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Die geänderten AGB gelten ausschließlich für Bestellungen, die nach dem Zeitpunkt der Änderung aufgegeben werden.

(2) Für bereits abgeschlossene Verträge gelten die zum Zeitpunkt der jeweiligen Bestellung gültigen AGB.


§ 21 Salvatorische Klausel

(1) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

(2) An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt die jeweils einschlägige gesetzliche Regelung.


Diese AGB wurden zuletzt aktualisiert im August 2026.



ANLAGE: Rechtliche Erläuterung aller Schutzmechanismen (nicht Teil der AGB)

Dieser Abschnitt ist nicht Teil der AGB und dient ausschließlich der internen Dokumentation für den Verkäufer.


Schutzmechanismus 1 — Vertragsschluss mit PayPal-Falle-Fix (§ 2)

Zwei-Stufen-Modell mit zahlungsartspezifischem Vertragsschluss: Der Shop bleibt eine invitatio ad offerendum, der Kunde gibt das Angebot ab. NEU: Der Zeitpunkt der Annahme richtet sich nach der Zahlungsart:

  • Sofortzahlung (PayPal, Kreditkarte, Apple Pay, Google Pay, Klarna): Vertrag kommt mit dem Zahlungseinzug zustande. Damit ist die „PayPal-Falle" eliminiert — es wird kein Geld mehr ohne bestehenden Vertrag eingezogen.
  • Vorkasse: Vertrag kommt erst bei Auftragsbestätigung oder Versand zustande — der ursprüngliche Schutz bleibt hier vollständig erhalten.

Der Schutz bei Preisfehlern wird jetzt über § 119 Abs. 1 BGB (Anfechtung wegen Irrtums) abgesichert. Auch wenn der Vertrag durch Sofortzahlung bereits zustande gekommen ist, kann der Verkäufer ihn rückwirkend vernichten, wenn ein erkennbarer Preisfehler vorlag. Das ist rechtlich sogar stärker als eine bloße Nichtannahme, weil die Anfechtung gesetzlich verankert ist.

Der Selbstbelieferungsvorbehalt (§ 2 Abs. 6) ist die BGH-konforme Absicherung für Dropshipping: Wenn der chinesische Lieferant trotz ordnungsgemäßer Bestellung nicht liefert, kann der Verkäufer zurücktreten. Voraussetzung ist das „kongruente Deckungsgeschäft" — der Verkäufer muss die Ware beim Zulieferer tatsächlich bestellt haben. Ohne diese Voraussetzung wäre die Klausel nach § 308 Nr. 3 BGB unwirksam.

Der Kunde ist weiterhin 5 Werktage an sein Angebot gebunden. Die automatische Bestellbestätigung bleibt als bloße Empfangsbestätigung deklariert.

Schutzmechanismus 2 — Zoll/Import (§ 3)

EU-Binnenpreise sind PAngV-konform als Endpreise deklariert. Für Drittländer werden Einfuhrzölle, Steuern und Zollgebühren klar auf den Käufer umgelegt. Die Formulierung stellt ausdrücklich klar, dass der Verkäufer keinen Einfluss auf diese Abgaben hat, was die Zulässigkeit stärkt.

Schutzmechanismus 3 — Aufrechnung/Zurückbehaltung (§ 4 Abs. 5)

Neu: Aufrechnung nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen. Zurückbehaltungsrecht nur aus demselben Vertragsverhältnis. Maximal zulässig nach § 309 Nr. 2 und Nr. 3 BGB. Schützt vor Kunden, die eigenmächtig weniger zahlen und behaupten, sie hätten einen Gegenanspruch.

Schutzmechanismus 4 — Kundenkonto (§ 5)

Neu: Zugangsdaten-Verantwortung liegt beim Kunden. Handlungen unter seinen Zugangsdaten werden ihm zugerechnet, bis er den Missbrauch meldet. Das schützt vor der Behauptung „das war nicht meine Bestellung". Außerdem: Recht zur Kontosperrung bei Missbrauch.

Schutzmechanismus 5 — Lieferzeiten (§ 6) + Force Majeure (§ 7)

Lieferzeiten als „voraussichtlich" deklariert, kein fester Termin ohne ausdrückliche Textform-Zusage. Force-Majeure-Katalog jetzt erweitert um Schifffahrtsrouten, Hafenschließungen, Energiekrisen und Rohstoffknappheit — besonders relevant für Dropshipping aus Übersee. Die Absicherung des gesetzlichen Rücktrittsrechts (§ 323 BGB) ist zwingend, da ohne diesen Satz die Klausel nach § 307 BGB unwirksam wäre.

Schutzmechanismus 6 — Mengenbeschränkung (§ 8)

Neu: Verkäufer kann Bestellmengen auf haushaltsübliche Stückzahlen begrenzen und Bestellungen ablehnen, die erkennbar zum Weiterverkauf bestimmt sind. Schützt vor Wiederverkäufern, die den Endkundenpreis ausnutzen, und vor Leerräumung des Lagers durch einzelne Großbestellungen.

Schutzmechanismus 7 — Produktdarstellungen (§ 9)

Neu: Produktbilder sind ausdrücklich als „Veranschaulichung" deklariert. Branchenübliche, geringfügige Abweichungen in Farbe, Maß, Verpackung oder Design sind kein Mangel. Besonders wichtig für Dropshipping, wo der Lieferant Verpackungen oder geringfügige Designmerkmale ohne Vorankündigung ändern kann.

Schutzmechanismus 8 — Eigentumsvorbehalt (§ 10)

Erweitert um die Pflicht zur Versicherung der Ware auf Neuwert während des Eigentumsvorbehalts (zumutbar). Gegenüber Unternehmern: Herausgabeanspruch bei Zahlungsverzug ohne sofortigen Rücktritt.

Schutzmechanismus 9 — Nacherfüllungsvorrang + Fotodokumentation (§ 12)

Kunden werden gebeten, vor der Rücksendung Fotos zu schicken. Das ermöglicht eine Remote-Erstbewertung, bevor eine Retoure nach China geht. Der dreifache Schutz: (a) Fotobewertung kann unberechtigte Mängelrügen herausfiltern, (b) berechtigte Mängel können oft sofort per Ersatzlieferung gelöst werden (ohne teure Retoure), (c) die Klausel ist als „Bitte" formuliert und damit § 307-fest. Zusätzlich: Klarstellung, was kein Mangel ist (Verschleiß, unsachgemäße Handhabung, falsche Bedienung).

Schutzmechanismus 10 — Rügepflicht für Unternehmer (§ 12 Abs. 8)

Neu: Gewerbliche Käufer müssen erkennbare Mängel innerhalb von 7 Werktagen rügen, sonst gilt die Ware als genehmigt (§ 377 HGB). Ein extrem scharfes Schwert im B2B-Bereich — der Käufer verliert bei verspäteter Rüge sämtliche Mängelrechte.

Schutzmechanismus 11 — Haftungsminimierung (§ 13)

Dreistufiges BGH-Modell, erweitert um den ausdrücklichen Ausschluss für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn und Datenverluste bei leichter Fahrlässigkeit. Haftungsbeschränkung erstreckt sich jetzt auch auf gesetzliche Vertreter, Beauftragte und Erfüllungsgehilfen.

Schutzmechanismus 12 — Gutscheine (§ 14)

Aktionsgutscheine jetzt beschränkt auf „pro Haushalt" statt nur „pro Kunde" — schließt Multi-Account-Missbrauch ein. Verfall bei Retoure klar geregelt. Nachträgliche Verrechnung ausgeschlossen. Wertgutscheine bleiben davon getrennt (BGH-konform, § 195 BGB).

Schutzmechanismus 13 — Urheberrecht (§ 15)

Neu: Gesamter Shop-Content ist als urheberrechtlich geschützt deklariert. Vervielfältigung, Übernahme von Produktfotos und -beschreibungen für eigene Verkaufsangebote auf Drittplattformen ist nur mit Zustimmung erlaubt. Gibt eine Rechtsgrundlage für Abmahnungen gegen Content-Diebstahl durch Mitbewerber.

Schutzmechanismus 14 — Vertragssprache/Vertragstextspeicherung (§ 16)

Neu: Pflichtinformationen nach Art. 246a § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 12-15 EGBGB. Fehlen ist ein klassischer Abmahngrund. Vertragssprache Deutsch schützt vor dem Argument, der Käufer hätte die AGB mangels Sprachkenntnissen nicht verstanden.

Schutzmechanismus 15 — AGB-Änderungsvorbehalt (§ 20)

Neu: Geänderte AGB gelten nur für neue Bestellungen. Kein Änderungsvorbehalt für laufende Verträge (wäre nach § 308 Nr. 4 BGB unzulässig). Klare Abgrenzung schützt gegen den Vorwurf nachträglicher Vertragsänderung.

§ 18 Streitbeilegung

(1) Der Verkäufer ist gemäß § 36 Abs. 1 Nr. 1 VSBG verpflichtet, Verbraucher darüber zu informieren, dass er weder bereit noch verpflichtet ist, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

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